Psychofutter

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Neben einer großen Sammlung an Rezepten findet ihr auf meinem Blog auch die Rubrik „Psychofutter“, in der ich über verschiedene psychologische Themen schreibe. Ihr fragt euch vielleicht, wie das zusammenpasst, habe ich diesen Foodblog schließlich vor vielen Jahren ins Leben gerufen, weil ich gerne koche und backe und weil ich für gut befundene Rezepte mit der Welt teilen und meinen kochtechnischen Fortschritt für mich selbst dokumentieren wollte, doch ich bin der Meinung, dass es nicht nur gesundes, nährstoffreiches Essen braucht, um unseren Körper und unsere Seele zu nähren und zu stärken, sondern eben auch psychologisches Futter. Darum habe ich vor einiger Zeit damit begonnen, meinen Blog neben kulinarischen Inhalten auch mit psychologischem Futter zu füllen.

Tatsächlich war ich schon mein ganzes bisheriges Leben ein kleiner Schreiberling. Seit meiner Kindheit habe ich immer wieder Texte, Gedichte und Lieder geschrieben über Dinge und Themen, die mich in den jeweiligen Lebensphasen beschäftigten. Es war und ist auch heute noch wie Therapie für mich, die Gedanken und Gefühle, die sich in mir befinden und die mich mitunter auch belasten, einfach aus mir herauszuschreiben und damit auch zu entwirren, zu klären, zu benennen oder eine Analogie dafür zu finden, in die ich das jeweilige Thema packen kann. Ohne es selbst bewusst zu wissen, habe ich damit schon damals eine sehr konstruktive und selbstfürsorgliche Methode angewendet, die meiner psychischen Gesundheit in all den vergangenen Jahren sehr dienlich war. Vielleicht ist es kein Wunder, dass ich später Psychologie studiert und eine Therapeutenausbildung gemacht habe. Nach meinem Studium hatte ich die Wahl, entweder in den wissenschaftlichen Bereich zu gehen und zu forschen oder eine therapeutische Schiene einzuschlagen und ehrlich gesagt stand ich beiden Wegen gleich offen und interessiert gegenüber. Es war eher purer Zufall, dass es mich dann doch in die Therapie verschlagen hat, denn dort hatte ich mein erstes Vorstellungsgespräch und bin auf Anhieb eingestellt worden. Keineswegs bin ich bekümmert darüber, im Gegenteil, die Ausbildung zur Familientherapeutin war und ist genau mein Ding, wenngleich ich innerlich der festen Überzeugung bin, dass an mir auch eine kleine Wissenschaftlerin verloren gegangen ist. Denn ich schreibe unheimlich gerne (auch wissenschaftliche Texte, denn das habe ich während des Studiums jahrelang üben können), recherchiere unheimlich gerne zu allen möglichen Themen, ich bringe gerne neues Wissen in Erfahrung und hinterfrage gerne kritisch. Offenbar schlagen da zwei Herzen in meiner Brust, eine für die Therapie und eine für die Wissenschaft.

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, meine Gedanken, die ich mir im Alltag so mache, und meine Texte, die ich darüber schreibe, hier zu veröffentlichen und sie euch somit zugänglich zu machen. So habe ich nun doch einen Weg, ein Ventil gefunden, um auch mein wissenschaftliches, wissbegieriges Ich zu besänftigen. Dabei verfolge ich nicht den Anspruch, ein Thema vollumfänglich und erschöpfend zu erfassen, sondern ich möchte lediglich ein paar meiner Gedanken dazu niederschreiben. Lasst euch also inspirieren!

Liste bereits veröffentlichter Texte: