Quitten-Tarte mit aufgeschlagener Milch

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Die Quitte ist eine Frucht, die gerne in Vergessenheit gerät. Vermutlich liegt das daran, weil Quitten roh nicht genießbar sind (die Kerne enthalten sogar Blausäure und sind damit giftig für den Menschen). Gekocht jedoch entfaltet die Quitte ein fruchtiges Aroma, das an eine Kreuzung aus Apfel, Birne und Zitrone erinnert. Da Quitten gerade jetzt im Oktober / November Saison haben und geerntet werden, hatte ich das Glück, von meinen Eltern welche zu bekommen. Vor einigen Jahren hatte ich euch schon einmal davon berichtet, dass die birnenförmigen Quitten leichter zu verarbeiten sind als Apfel-Quitten (siehe mein Blogpost „Quitten-Konfitüre mit Vanille“). Auch diesmal habe ich wieder Birnen-Quitten bekommen, die ich diesmal für eine leckere Kuchenfüllung verwendet habe. So lecker kann der Herbst schmecken!

Zutaten (für 1 Tarte-Form mit 26 cm Durchmesser)

Für die Quitten-Füllung:

  • 500 g Quitten (bereits entkernt)
  • 20 g Butter
  • 6 EL + 2 EL Zucker (+ nach Wunsch noch etwas mehr)
  • 2 Beutel Bourbon-Vanillezucker
  • 1 EL Apfelessig
  • 100 ml Wasser
  • 2 EL Vanille-Puddingpulver
  • 4 EL Orangensaft

Für den Teig (Boden + Plätzchen als Topping)

  • 260 g Mehl + noch etwas mehr zum Verarbeiten
  • 80 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 50 ml Rapsöl
  • 2 Eier

Zum Servieren:

  • ca. 100 ml Milch
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • Puderzucker

Zubereitung

Für die Quitten-Füllung: Quitten (vorher unbedingt den Flaum gründlich abwaschen!) in kleine Stücke schneiden (ich habe meine Quitten nicht geschält). Butter in einem Topf erhitzen, Quitten hinzufügen und unter gelegentlichem Rühren für wenige Minuten anschwitzen. Dann 6 EL Zucker, Bourbon-Vanillezucker, Apfelessig und Wasser hinzufügen, das Ganze aufkochen und bei niedriger bis mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Quitten weich sind. Alles sorgfältig pürieren. Nun Puddingpulver mit 2 EL Zucker und Orangensaft glatt rühren, hinzufügen und die pürierte Quittenmasse unter Rühren kurz aufkochen lassen, bis die Masse bindet. Abkühlen lassen. Wem die Quittenmasse noch zu sauer ist, kann noch etwas mehr Zucker einrühren.

Für den Teig: 260 g Mehl, Zucker, Salz, Rapsöl und Eier vermischen und zu einer glatten Teigmasse verarbeiten. Nun vom Teig eine kleine Menge abnehmen, diese mit einem Teigroller auf bemehlter Fläche ausrollen und ca. 13 Plätzchen (hier: Blumenform) ausstechen. Die übrige Masse ebenfalls auf bemehlter Fläche ausrollen und eine Tarte-Form damit auskleiden; dabei etwas Rand hochziehen. Dann eine Lage Backpapier auf den Teigboden legen, Keramik-Backbohnen darauf verteilen und den Boden im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze für 10 Minuten blindbacken. Anschließend die Backbohnen entfernen. Dann die abgekühlte Quittenmasse auf dem vorgebackenen Boden verteilen, die ausgestochenen Plätzchen darüber legen und alles für weitere ca. 35 Minuten im Ofen backen. Dann herausholen und abkühlen lassen.

Zum Servieren: Da ich leider keine Schlagsahne mehr da hatte, habe ich stattdessen etwas (kalte!) Milch mit Sahnesteif und Bourbon-Vanillezucker aufgeschlagen. Das funktioniert an sich gut, denn die Milch wird wunderbar schaumig. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die aufgeschlagene Milch sofort (!) serviert werden muss, da sie schnell wieder einsinkt und sich mit der Zeit verflüssigt. Vor dem Servieren die Tarte außerdem mit Puderzucker bestäuben.

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