Erntedankkörbchen

Diese Woche steht bei uns im Kindergarten alles unter dem Thema Erntedankfest und dafür waren alle Eltern aufgefordert, gemeinsam mit ihrem Kind ein Körbchen mit allerlei Naturschätzen zusammenzustellen. Also bin ich vor ein paar Tagen mit den Kindern losgezogen und wir haben draußen Zapfen, Eicheln und Kastanien gesammelt. Die Lampionblümchen haben meine Eltern uns aus ihrem Garten mitgebracht. Außerdem haben wir noch Äpfel, Kartoffeln und einen kleinen Zierkürbis verwendet. Auch gut gepasst hätten noch Birnen, Maiskolben oder auch verfärbte Laubblätter.

Flüssigwaschmittel aus Kastanien

Im vergangenen Oktober haben unser Sohn und ich fleißig Kastanien aufgesammelt, die wir hauptsächlich zum Basteln und Spielen verwendet haben. Nachdem ich allerdings kürzlich bei Pinterest auf die Idee gestoßen bin, aus Kastanien Flüssigwaschmittel herzustellen, habe ich mir aus unserer Kastaniensammlung einige Exemplare gemoppst, um zu testen, ob man damit wirklich Klamotten waschen kann. Gesagt, getan. Erstaunt war ich, als ich feststellte, dass das Kastanienwasser mit zunehmender Ziehzeit dickflüssiger wurde und sich auch Schaum bildete, was wirklich sehr seifenartig anmutet. Inzwischen habe ich mich dazu etwas belesen und konnte herausfinden, dass dies mit den in Kastanien enthaltenen Saponinen zu tun hat, die gelöst in Wasser seifenähnliche Eigenschaften entfalten. Vom Waschergebnis selbst war ich dann ebenfalls begeistert, denn ich hatte extra auch einige Kleidungsstücke mit sichtbaren Flecken in die Waschmaschine gepackt und siehe da, die Kleidung war nach dem Waschgang sauber. Und nicht nur das. Die Wäsche hatte nach dem Waschen auch einen sehr angenehmen dezenten Geruch nach Frische, der mir sehr natürlich vorkam. Wie ihr meiner Euphorie vermutlich entnehmen könnt, wird dies ganz sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich mein Waschmittel also in Zukunft öfter selbst herstellen werde. Es ist eine sehr umweltfreundliche Möglichkeit, seine Kleidung zu reinigen und ist dabei auch noch kostenlos. Nun ist es nur schade, dass der Herbst gerade erst vorbei ist und ich wohl oder übel bis zum nächsten Herbst warten muss, um mir einen großen Vorrat an Kastanien zu sichern. 🙂

 

Ihr benötigt (für 2 Waschladungen)

  • 25 Kastanien
  • ca. 500 ml Wasser

 

Und so geht’s 

Kastanien grob zerteilen (vierteln reicht) und in eine Schüssel geben, das Wasser hinzugießen und das Ganze abgedeckt für 24 h ziehen lassen. Dann die daraus entstandene Flüssigkeit durch ein feines Sieb passieren und auffangen.

Sollten eure Kastanien schon etwas vertrocknet sein, so könnt ihr sie vor der Verarbeitung einfach für ein paar Stunden in Wasser einweichen, um sie anschließend mit einem scharfen Messer zu zerhacken oder sie mithilfe des Thermomixes etwas zu schreddern.

 

Schüsselhaube

Nach einer längeren Nähpause habe ich am vergangenen Wochenende endlich mal wieder ein neues Nähprojekt in Angriff genommen: Eine Schüsselhaube für eine unserer Glasschüsseln, die leider keinen eigenen Deckel hat und daher bislang selten zur Aufbewahrung von Essen benutzt wurde. Das wird nun sicher zukünftig anders werden, denn diese praktische Stoffhaube im Kiwi-Design macht richtig Laune, ab jetzt öfter zu dieser Glasschüssel zu greifen. Eine leicht verständliche, anfängertaugliche Video-Anleitung dazu habe ich bei Großmutter Käthe gefunden. Im Inneren der Haube habe ich außerdem noch einen Gefrierbeutel eingenäht, da der Stoff alleine wahrscheinlich nicht ausreicht, um Lebensmittel in der Schüssel frisch zu halten.

Verwendetes Material

  • Baumwollstoff mit Kiwi-Optik
  • 1 großen Gefrierbeutel
  • elastisches Band
  • eine größere Sicherheitsnadel (um das elastische Band einzuziehen)

wiederverwendbare Kosmetikpads

Heute präsentiere ich euch etwas zum Thema Nachhaltigkeit. In der Vergangenheit habe ich für meine abendliche Abschminkroutine gerne handelsübliche Wattepads verwendet und wie ihr ja sicherlich wisst, kann man diese nur ein einziges Mal benutzen und dann schmeißt man sie weg. Das ist eine ganz schöne Verschwendung; es kostet auf Dauer nicht nur viel Geld, weil man die Pads ständig nachkaufen muss, nein, es ist auch eine Zumutung für die Umwelt, denn – wie ich jüngst einem Internetartikel entnehmen konnte – scheinen Wattepads sogar Glyphosatrückstände zu enthalten, da die Baumwolle, die größtenteils dafür verwendet wird, von genmanipulierten Baumwollfeldern aus Indien stammt. All dies fand ich derart bedenklich, dass ich mich im Internet nach einer Alternative umgesehen habe. Und so habe ich die Idee aufgeschnappt, mir aus einem alten Handtuch sowie einem ausrangierten Shirt einfach meine eigenen Kosmetikpads zu nähen. Durch das rauere Handtuch und das glatte, anschmiegsame Shirt haben meine Pads zwei unterschiedliche Seiten: Eine raue Seite (im Bild die weiße Seite) und eine glatte Seite (im Bild die rote Seite). Der klare Vorteil besteht dabei darin, dass meine Pads waschbar sind und somit immer wieder verwendet werden können. Zum Waschen stecke ich meine Pads übrigens in ein Wäschesäckchen.

Geschirrtuch mit Handabdrücken

Geschirrtuch mit Handabdrücken 2

Fröhliche Ostern und ein fleißiges Osterhäschen wünsche ich euch! Wir verbringen die Ostertage in meiner Heimat in Thüringen bei meinen Eltern. Gestern haben wir ein großes Osterfeuer besucht und unser kleiner Sohnemann  war ganz stolz, als ein Feuerwehrmann ihn fragte, ob er mal in einem richtigen Feuerwehrauto sitzen möchte, denn dieses wurde aus Sicherheitsgründen in der Nähe des Osterfeuers platziert. Und heute am Ostersonntag haben wir Oma und Opa mit einem kleinen Ostertütchen überrascht, in dem unter anderem ein selbst gestaltetes Geschirrhandtuch zu finden war, auf dem unser Zwerg seine Handabdrücke hinterlassen hat. Diese witzige Idee hatte ich bei Pinterest gefunden. Mit Stoffmalfarbe aufgetragen und mit dem Bügeleisen fixiert sollten die Handabdrücke auch eine 60°C-Wäsche überstehen. Diese Idee wäre sicher auch gut geeignet für alte, ausgewaschene Geschirrhandtücher, die noch funktionstüchtig sind, aber etwas farbliche Auffrischung gut vertragen könnten.