Eierkuchen

Wenn ich unter der Woche ein schnelles, aber dennoch gesundes und leckeres Mittagessen auf den Tisch bringen möchte, dann sind Eierkuchen die perfekte Wahl. Sie gehen schnell, sie kosten nicht viel und unser großer Sohn isst sie total gerne, vor allem mit Apfelmus. Er liebt es, den Apfelmus darauf zu verstreichen, die Eierkuchen mit der Hand aufzurollen und sie dann auch mit der Hand zu essen. Nur Mama hat immernoch nicht gelernt, dass sie sich bei diesem leckeren Gericht sparen kann, Besteck hinzulegen. 🙂

Zutaten (für ca. 6 Stück)

  • 200 g Weizenvollkornmehl
  • 1 Prise Salz
  • 375 ml Milch
  • 2 Eier
  • 1 Schuss Mineralwasser mit Kohlensäure
  • etwas Butter zum Ausbacken

Zubereitung

Mehl, Salz, Milch, Eier und Mineralwasser vermischen und mit einem Handrührgerät glatt rühren, bis der Teig Blasen wirft, dann den Teig für 30 Minuten im Kühlschrank quellen lassen. Dann mit einem großen Schöpflöffel jeweils eine Kelle Teig entnehmen und in einer Pfanne mit etwas zerlassener Butter von beiden Seiten ausbacken.

Gemüse-Strudel mit roter Bete, Halloumi & Minze

Diesen vegetarischen Strudel habe ich neulich ganz spontan kreiert aus sämtlichen Zutaten, die unser Kühlschrank noch so hergab und ich bin ganz begeistert, wie unglaublich lecker er geworden ist. Er avanciert tatsächlich zu einem meiner Lieblingsrezepte. Auch mein Mann war sehr angetan davon.

Zutaten (für 3-4 Personen)

  • 1 Rolle Blätterteig 
  • etwas Olivenöl 
  • 1 Zwiebel
  • 2 Möhren
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1 Tomate
  • 2 Kugeln rote Bete (gegart und verzehrfertig)
  • 250 g Halloumi
  • 2 EL Tomatenmark
  • 250 ml Gemüsebrühe 
  • 100 ml + 1 Schuss Schlagsahne 
  • 1 gehäufter EL Speisestärke 
  • schwarzer Pfeffer
  • ein paar Stängel glatte Petersilie 
  • ein paar Stängel Minze
  • 1 Eigelb

 

Zubereitung

Zwiebel, Möhren, Lauch und Tomate sehr klein schneiden. Rote Bete und Halloumi ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Petersilie und Minze fein hacken.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Halloumi darin rundherum anbraten, bis er eine leicht bräunliche Färbung bekommt, dann herausnehmen und beiseite stellen. Nun Zwiebel, Möhren, Lauch und Tomate ins Bratfett geben und anschwitzen. Sobald das Gemüse fast gar ist, rote Bete und Halloumi hinzufügen. Tomatenmark hinzufügen und kurz mitbraten. Mit Gemüsebrühe und Schlagsahne ablöschen. Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren, hinzufügen und das Ganze unter Rühren aufkochen, bis die Soße sehr sämig und dickflüssig wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie und Minze untermischen.

Den Blätterteig mit einem Teigroller noch etwas dünner ausrollen. Dann die Gemüse-Halloumi-Masse darauf verteilen und von der breiten Seite her aufrollen.

Eigelb mit einem Schuss Schlagsahne verrühren und mit einem Pinsel auf den Blätterteig streichen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze für etwa 30 Minuten backen.

Seelenfutter: Winter

„Für die kommenden Tage ist bei uns endlich der erste Schnee vorhergesagt. Anders als einige meiner Freunde, die diese kalte, graue Jahreszeit regelrecht verfluchen und am allerliebsten hätten, dass der Sommer niemals endet, gehöre ich zu der Sorte Mensch, die es kaum abwarten kann, dass die Tage rau und eisig werden und sich endlich eine dicke, weiße Decke aus Schneeflocken über die Straßen und Felder legt, die einen dazu einlädt, sich in einen wohlig-flauschigen XXL-Schal einzumummeln und draußen spazieren zu gehen. Der Winter hält nämlich da draußen viele Schätze für uns bereit: Zugefrorene Pfützen, auf denen man entlang schlittern kann, glitzernde Schneedecken auf den Dächern, die wie Zuckerguss anmuten, spitze, gläserne Eiszapfen, die funkelnd von den Dachrinnen hängen und manchmal findet man an den kahlen Bäumen sogar noch ein paar verschrumpelte Äpfel oder Birnen, die dort bei der Ernte vergessen wurden. Den Winter als eine graue, nasse, trostlose und Depressionen fördernde Jahreszeit zu verteufeln ist meiner Meinung nach nicht fair, lässt ein solch hartes Urteil nämlich völlig außer Acht, dass der Winter im Kreislauf der Jahreszeiten eine ausgesprochen wichtige Funktion erfüllt.

Der Frühling ist die Zeit des Erwachens. Die ersten Sonnenstrahlen kämpfen sich durch die grauen, trüben Wolken und bringen uns Licht, in den Wäldern kann man hören, wie die ersten Knospen an Sträuchern und Bäumen beim Öffnen leise knacken, alles beginnt zu grünen, zu sprießen und zu wachsen, es herrscht Aufbruchstimmung, das Leben beginnt. Der Sommer ist die Zeit der Reife, des Lichts und der Energie. Was im Frühling herangewachsen ist, trägt nun Früchte, die wir zum Teil im Sommer schon ernten können. Mit der Sommersonnenwende (also dem Sommeranfang Ende Juni) erleben wir den längsten und somit hellsten Tag des Jahres, wir orientieren uns nach außen, verbringen laue Sommernächte draußen, bestaunen den Sternenhimmel, der im Sommer am klarsten ist und uns anhand der Sternbilder Orientierung geben soll, wir feiern Feste, sind aktiv und voller Energie und Tatendrang. Der Herbst ist die Zeit der Ernte und des Loslassens. Wir ernten den Großteil der Früchte, die im Sommer gereift sind, und staunen über die Farbenpracht der Natur, wenn das satte Grün des Sommers sich von leuchtenden Gelb-, Orange- und Rottönen allmählich zu einem verwelkten Braun verwandelt und uns plötzlich Zerfall und Vergänglichkeit bewusst macht. Mit dem Erntedankfest feiern wir noch ein letztes Mal die Ergebnisse unseres Fleißes, bevor wir uns nach drinnen zurückziehen und ruhiger werden.

Und dann kommt der Winter, die Zeit der Ruhe und der Achtsamkeit. Zumindest theoretisch. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und zwingen uns dazu, die Arbeit früher ruhen zu lassen und mit unseren Kräften und Ressourcen gut zu haushalten. Durch die früher einsetzende Dunkelheit werden wir schneller müde und unser Körper verlangt in dieser dunklen, eisigen Jahreszeit nach nährstoffreicherer Kost. Schauen wir ins Tierreich, dann kommt uns das bekannt vor. Igel, Eichhörnchen, Dachse, Waschbären, Murmeltiere oder Fledermäuse fressen sich Fettpölsterchen an und halten Winterschlaf oder zumindest Winterruhe. So hat es die Natur und der jahreszeitliche Kreislauf vorgesehen. Doch was tun wir Menschen? Wir ignorieren diesen natürlichen, von den Jahreszeiten vorgegeben Rhythmus, indem wir auch im Winter dieselben Arbeitszeiten pflegen wie im Rest vom Jahr, ja wir kaufen uns sogar noch eine Tageslichtlampe, die unsere Leistungsfähigkeit auch in der dunklen Jahreszeit erhalten soll. Anstatt, dass wir unser Tun verlangsamen und zur Ruhe kommen, hetzen wir zeitnotgeplagt durch die Läden auf der Suche nach den perfekten Weihnachtsgeschenken oder konkurrieren mit unseren Kollegen, wer die ausgefalleneren Weihnachtsplätzchen backt. Wen wundert es da, dass sich Phänomene wie Winterblues, Winterdepression oder Frühjahrsmüdigkeit breit machen, denen wir dann mit modernen Konzepten wie Selbstfürsorge entgegen zu wirken versuchen? Wahrscheinlich wäre Letzteres gar nicht nötig, würden wir einfach im Einklang mit unserem natürlichen Jahreszeiten-Rhythmus leben und uns genau jetzt, im Spätherbst und im Winter, zurückziehen, Kräfte sammeln, das vergangene Jahr reflektieren, dankbar sein für alles, was wir Gutes erlebt haben und neue Pläne schmieden für den bevorstehenden Frühling.

Denn Winter heißt nicht nur, dass etwas zu Ende geht, sondern auch, dass schon bald wieder etwas Neues beginnen wird. Frühling bedeutet Wiedergeburt und die kann man im Winter schon vorbereiten. Was habe ich im vergangenen Jahr alles erreicht? Welche Ziele musste ich vielleicht aufgeben? Was möchte ich im kommenden Jahr noch erreichen? Was im vergangenen Jahr hat mich belastet und welche Rituale helfen mir, dies zu verarbeiten bzw. mich versöhnlich damit zu stimmen? Wovon möchte ich mich trennen, weil es mich nicht weiterbringt? Welche Fehler möchte ich mir und anderen vergeben? All diese Fragen und Gedanken warten darauf, dass wir uns mit ihnen beschäftigen. Geben wir ihnen also jetzt im Dezember Raum, damit wir mit dem zu Ende gehenden Jahr versöhnlich abschließen können und uns mit mehr innerer Zufriedenheit und Leichtigkeit zielbewusst auf das neue Jahr einstellen können.“

Rasseln aus Klorolle

Unser großer Sohn (3) und ich schauen schon seit Langem sehr gerne „Die Sendung mit dem Elefanten“ an, die regelmäßig auf KIKA läuft und als wir letztens wieder eine Folge davon geschaut haben, hat die Moderatorin Tanja den Kindern gezeigt, wie man schnell und einfach Rasseln basteln kann und zwar nur aus Materialien, die man in der Regel auch zu Hause hat. Als unser Sohn daraufhin rief „Mama, ich will auch solche Rasseln basteln!“, war die Sache klar. Also besorgten wir uns leere Klorollen, verschieden farbiges Tonzeichenpapier, gemustertes Washi Tape (oder einfach durchsichtigen Klebestreifen) und für die Füllung z.B. grobes Salz, getrocknete Hülsenfrüchte (wie Erbsen, Bohnen, Linsen) oder Reis.

Und so einfach wird’s gemacht: Zunächst schließt ihr eine Seite der Klorolle mit einem Stück Tonzeichenpapier und etwas Washi Tape, dann befüllt ihr eure Klorolle mit Zutaten eurer Wahl und anschließend schließt ihr die andere Seite der Klorolle wieder mit einem Stück Tonzeichenpapier und etwas Washi Tape. Fertig! An die Rasseln! Los!

Kartoffelbrei mit Thunfisch & Eismeergarnelen in fruchtiger Gemüsesoße

Seit meiner Kindheit liebe ich Kartoffelbrei-Matschepampe. Als ich noch klein war, sind wir oft in ein bestimmtes Restaurant zum Mittagessen gegangen und ich habe dort über viele Jahre hinweg wirklich immer das Gleiche gegessen, nämlich Kartoffelbrei mit Gemüse und Fischstäbchen. Was habe ich es geliebt, mit der Gabel alles zu zerdrücken und zu zermatschen und es dann so durchmischt zu essen. Manchmal hat mich der Kellner, der uns gut kannte, gefragt, ob ich denn nicht Lust hätte, auch mal etwas Anderes, Neues von der Speisekarte zu bestellen, das ich noch nicht kannte, aber da war nichts zu machen: Ich wollte Kartoffelbrei mit Gemüse und Fischstäbchen. Das war einfach so lecker und es konnte keine böse Überraschung für mich geben, denn ich wusste ja genau, was mich erwartet. Als ich heute Vormittag überlegt habe, was wir heute Abend kochen könnten, fiel mir diese Geschichte wieder ein und plötzlich hatte ich wieder richtig Appetit auf Kartoffelbrei-Matschepampe. Da wir keine Fischstäbchen da hatten, dafür aber Thunfisch und Eismeergarnelen, habe ich einfach die verwendet und herausgekommen ist ein richtig köstliches Gericht. Auch neu ist, dass ich noch einen gewürfelten Apfel unter das Gemüse gemischt habe, sodass das Ganze auch ein bisschen fruchtig schmeckte. Mega lecker!

Zutaten (für 3-4 Personen)

  • 800 g geschälte Kartoffeln, in grobe Würfel geschnitten
  • Salz
  • etwas Milch
  • 1 Eigelb
  • schwarzer Pfeffer
  • etwas Olivenöl
  • 1/2 Stange Lauch, fein geschnitten
  • 2 große Möhren, in kleine Würfel geschnitten
  • 1 orangefarbene Paprikaschote, in kleine Würfel geschnitten
  • 1 süßer Apfel, ohne Schale, in kleine Würfel geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt,
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft (150 g Abtropfgewicht)
  • 200 g Eismeergarnelen
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1-2 EL Speisestärke
  • ein paar Stängel Dill, fein gehackt

 

Zubereitung

Kartoffeln in reichlich Salzwasser gar kochen, dann abseihen, zurück in den Topf geben und mit etwas Milch und dem Eigelb sorgfältig zerstampfen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gleichzeitig Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, dann Lauch, Möhren, Paprika, Apfel, Knoblauch und Zwiebel hinzugeben und mit aufgelegtem Deckel anschwitzen. Dann Thunfisch und Eismeergarnelen hinzufügen und unter gelegentlichem Rühren mitbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aus der Pfanne nehmen.

Gemüsebrühe und einen guten Schuss Milch ins Bratfett der Pfanne gießen, Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren, hinzugeben und das Ganze unter Rühren aufkochen, bis die Soße bindet. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dill dazugeben.

Kartoffelbrei mit Thunfisch, Eismeergarnelen, Gemüse und der Soße anrichten.

Seelenfutter: Stille

„Wir wohnen schon seit einiger Zeit am Bodensee und sind es gewohnt, mit einem großen Touristenansturm zurechtzukommen. Zwischen April und Oktober stockt es auf den Straßen, in den Innenstädten flanieren unzählige Menschen und die Hotels und Ferienwohnungen sind hoffnungslos ausgebucht. Einerseits hab ich dadurch sehr zu schätzen gelernt, in was für einer wunderschönen Gegend wir wohnen, denn offenbar zieht es viele Menschen hierher, andererseits erschwert uns dieser Trubel manchmal den gewöhnlichsten, alltäglichsten Gang zum Supermarkt, da wir nicht immer im gewünschten Tempo vorankommen. Alles hat zwei Seiten. Wo Sonne ist, da ist auch Schatten. Umso mehr genieße ich den Ausklang der Saison, denn genau jetzt, Anfang November, wird es ruhiger am Bodensee. Selten sieht man noch ein Boot auf dem See entlang schippern, ein grau-trüber Nebelschleier legt sich über den See und verleiht ihm ein mystisches Antlitz, zahlreiche Eisdielen und Gasthäuser schließen vorübergehend, die Flaniermeilen sind wie leer gefegt und am Hafen legen weniger Schiffe an. Es kehrt Stille ein und es wirkt, als wollte die Region sich erholen, sich regenerieren, um neue Kraft zu tanken für die bevorstehende nächste Saison im kommenden Frühjahr.

In der heutigen Zeit ist Stille zu einem seltenen Ort geworden. Viele Menschen finden in ihrem mit Terminen vollgestopften Alltag keinen Platz mehr für stille Momente, einige Menschen meiden die Stille sogar ganz bewusst, weil sie Angst davor haben, dass sich in ihrem Kopf unangenehme Themen breit machen, die sie in ihrem hektischen Alltag erfolgreich verdrängen konnten. Doch um alltägliche Stressoren gut verarbeiten zu können und somit auf Dauer psychisch gesund zu bleiben, ist es unabdingbar, dass wir uns immer wieder stille Pausen gönnen. Während meiner 4-jährigen Ausbildung zur Familientherapeutin konnte ich die „Blumentopf-Metapher“ aufschnappen, die sehr schön erklärt, warum Stille unserem Gehirn so gut tut: Unser Gehirn funktioniert wie ein Blumentopf, in dem eine Pflanze heranwächst. Damit die Pflanze wachsen und gedeihen kann, braucht sie Wasser, doch zu viel Wasser würde sie ertränken. Daher ist es notwendig, einige Zeit zu warten, bis das Wasser versickert ist, bevor wir erneut Wasser nachgießen. Genauso wie mit der Pflanze, verhält es sich auch mit uns Menschen. Damit unser Gehirn den ganzen Stress verarbeiten kann, den wir tagtäglich erleben, braucht es Zeit und Stille, um anschließend wieder bereit für neue Reize und neue Herausforderungen sein zu können.“

Süßkartoffeln mit Joghurtquark & Matjes

Seit ich zwei Kinder habe, habe ich die einfache, unaufwendige Küche schätzen und lieben gelernt, schließlich bleibt mir im hektischen Alltag zwischen Windel wechseln, Brei warm machen, Schuhe zubinden, Wäsche waschen & Co. nicht sonderlich viel Zeit übrig, um ein mehrgängiges Mahl auf den Tisch zu zaubern. Darum habe ich heute mal wieder ein einfaches Gericht für euch, für das ihr wenig Zutaten braucht, das ratzifatzi fertig ist und das wenig Geld kostet. Der lieblich-süßliche Geschmack der Süßkartoffeln ist ein herrlicher Kontrast zum würzigen Matjes und ich liebe ja total diese knallig gelb-orangene Farbe der Kartoffelmischung. Mhm lecker! 

 

Zutaten (für 3 Personen)

  • 3 größere Süßkartoffeln
  • 150 g Kartoffeln
  • etwas Bratöl
  • 1 Becher (150 g) Naturjoghurt
  • 1 Becher (250 g) Speisequark
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 2 Packungen (2 x 250 g = 500 g) Matjesfilets

 

Zubereitung

Süßkartoffeln und Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Bratöl in einer Pfanne erhitzen, die Süßkartoffeln und Kartoffeln hinzugeben und mit aufgelegtem Deckel anbraten, dabei gelegentlich umrühren. Salzen und pfeffern.

Joghurt und Quark verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Süßkartoffeln und Kartoffeln mit dem Joghurtquark und den Matjesfilets anrichten.

Seelenfutter: Loslassen

Mit diesem Post möchte ich auf meinem Blog eine neue Rubrik einführen, nämlich die Rubrik „Seelenfutter“. Ich war ja schon mein ganzes bisheriges Leben ein kleiner Schreiberling. Seit meiner Kindheit habe ich immer wieder Texte, Gedichte und Lieder geschrieben über Dinge und Themen, die mich in den jeweiligen Lebensphasen beschäftigten. Es war und ist auch heute noch wie Therapie für mich, die Gedanken und Gefühle, die sich in mir befinden und die mich mitunter auch belasten, einfach aus mir herauszuschreiben und damit auch zu entwirren, zu klären, zu benennen oder eine Analogie dafür zu finden, in die ich das jeweilige Thema packen kann. Ohne es selbst bewusst zu wissen, habe ich damit schon damals eine sehr konstruktive und selbstfürsorgliche Methode angewendet, die meiner psychischen Gesundheit in all den vergangenen Jahren sehr dienlich war. Vielleicht ist es kein Wunder, dass ich später Psychologie studiert und eine Therapeutenausbildung gemacht habe. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich nun dazu entschlossen, meine Gedanken hier zu veröffentlichen und sie euch somit zugänglich zu machen, damit auch ihr vielleicht etwas davon mitnehmen könnt, das euch hilft. Zwar ist dies ein Foodblog, den ich einst ins Leben gerufen habe, weil ich gerne koche und backe und weil ich für gut befundene Rezepte mit der Welt teilen und meinen kochtechnischen Fortschritt für mich selbst dokumentieren wollte, doch ich bin der Meinung, dass es nicht nur gutes, nährstoffreiches Essen braucht, um unseren Körper und unsere Seele zu nähren und zu stärken, sondern eben auch psychologisches Futter. Darum wird mein Blog euch in Zukunft nicht mehr nur mit kulinarischen Inhalten versorgen, sondern auch mit psychologischen. Der nachstehende Text wird also mein erster Beitrag in dieser Rubrik sein und ich habe ihn bereits Anfang Oktober geschrieben, als sich draußen die Blätter verfärbten und der Herbst allmählich Einzug hielt. Lasst euch also inspirieren…

„Der Herbst ist eine Zeit des Wandels und des Loslassens. Die Tage werden kürzer, das Licht wird weniger, die Temperaturen sinken und die Bäume merken, dass es allmählich Zeit wird, sich von allem, was übermäßig Energie raubt, zu verabschieden. Im Zuge dessen schraubt der Baum die Photosynthese zurück, indem er seinen Blättern den grünen Blattfarbstoff Chlorophyll entzieht und diesen in Wurzeln, Stamm und Ästen einlagert. Die Blätter verfärben sich, sterben ab und fallen mit dem nächsten Windstoß zu Boden. Der Baum hat gelernt, sich an die Witterung, also an die äußeren Umstände anzupassen und sich seine Ressourcen gut einzuteilen, um den bevorstehenden rauen Winter zu überleben. Loszulassen von unnötigem Ballast ist für ihn ein natürlicher und sich jedes Jahr wiederholender Vorgang.

Wir Menschen könnten viel von Bäumen lernen. Auch unser Leben ist häufig geprägt von zahlreichen Belastungen. Wir wechseln nicht den Job, obwohl er uns keinen Spaß macht und wir viel zu gering dafür entlohnt werden, wir bleiben in einer Partnerschaft, obwohl diese uns nicht glücklich macht, wir umgeben uns mit vermeintlichen Freunden, die uns jedoch runterziehen oder sich nur dann bei uns melden, wenn sie etwas von uns brauchen. Ähnlich wie bei den Bäumen, würde es auch uns Menschen gut tun, sich hier und da regelmäßig von kräfteraubendem Ballast zu befreien und loslassen als etwas zu begreifen, das unserer Gesundheit, unserer Selbstfürsorge dienlich ist. Loszulassen bedeutet, die Hände frei zu haben für Neues. „Loszulassen kostet uns weitaus weniger Kraft als festzuhalten und dennoch ist es oft schwerer.“ (Detlev Fleischhammel). Vielleicht können wir im Kleinen damit beginnen, uns von überschüssigem Ballast zu befreien und damit unser Leben etwas leichter und beschwingter zu machen. Das können die eingestaubten Kisten auf dem Dachboden sein, die ich endlich beginne, zu entrümpeln oder das Zeitschriftenabo, das ich endlich kündige, weil ich die Zeitschrift eigentlich gar nicht mehr gerne lese und sie nach ihrem Erhalt ein Schattendasein auf dem Wohnzimmertisch fristet, bevor sie in die Altpapiertonne wandert. Wir brauchen nur anzufangen.“

Käse-Maultaschen-Auflauf in Gemüse-Tomatensoße

Wenn ich einkaufen gehe, dann halte ich immer Ausschau nach Lebensmitteln, die sich allmählich dem Haltbarkeitsdatum nähern und die deshalb preislich deutlich herunter gesetzt wurden. Aus Mindesthaltbarkeitsdaten mache ich mir nämlich nicht viel, ich esse Lebensmittel auch weit über den Ablauf solcher Angaben hinaus (außer Fleisch und Fisch), deshalb freue ich mich immer besonders, wenn ich dabei sogar noch Geld sparen kann. Gestern war es wieder soweit, im Lidl habe ich mehrere Packen Gemüse-Maultaschen erstanden, die allesamt jeweils 30 % reduziert waren, obwohl sie noch einige Tage haltbar waren. Also habe ich zugeschlagen. Und zum heutigen Abendessen habe ich für uns diesen leckeren Maultaschen-Auflauf daraus gezaubert. Mhm köstlich!

Zutaten (für 3 Personen)

  • Olivenöl
  • 250 g Knollensellerie
  • 2 Möhren
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 200 ml Schlagsahne
  • 1 EL Speisestärke
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • etwas Zucker
  • ein paar Stängel Petersilie
  • etwas Butter
  • 2 Packungen Gemüse-Maultaschen (2 x 360 g = 720g)
  • 150 g geriebener Käse

Zubereitung

Knollensellerie und Möhren in kleine Würfel schneiden, Lauch klein schneiden. Maultaschen in Scheiben schneiden. Petersilie fein hacken.

Olivenöl in einem Topf erhitzen, dann Knollensellerie, Möhren und Lauch hinzugeben und unter Rühren anbraten. Mit gehackten Tomaten und Schlagsahne ablöschen und bei niedriger bis mittlerer Hitze einköcheln lassen. Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren, hinzufügen und unter Rühren aufkochen, bis die Tomatensoße sämig wird. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Petersilie unterrühren.

Gleichzeitig etwas Olivenöl und Butter in einer Pfanne zerlassen, die Maultaschen hineingeben und unter gelegentlichem Wenden knusprig anbraten.

Gemüse-Tomatensoße und die Maultaschen in eine gefettete Auflaufform (ca. 30 x 40 cm) füllen, mit geriebenem Käse bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-/Unterhitze etwa 20 Minuten überbacken.

Schupfnudel-Pfanne mit Spitzkohl & Ei

Heute habe ich mal wieder ein Sparfuchsrezept für euch, das eure Haushaltskasse schont und das auch gut sättigt. Dieses leckere Pfannengericht aus Schupfnudeln, Spitzkohl und Ei hab ich heute zum Mittagessen für unseren großen Sohn und mich gekocht und es hat uns echt gut geschmeckt. Man muss nur drei Zutaten einkaufen, den Rest hat man in der Regel immer vorrätig. Schnell und einfach zubereitet. Perfekt, um auch im hektischen Alltag lecker zu kochen und zu essen.

Zutaten (für 3-4 Personen)

  • 500 g Schupfnudeln
  • etwas Bratöl
  • etwas Butter
  • 1/2 kleiner Kopf Spitzkohl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Zucker
  • 3 Eier

Zubereitung

Öl und Butter in einer Pfanne zerlassen, dann Schupfnudeln hineingeben und knusprig anbraten. Aus der Pfanne nehmen.

Spitzkohl in feine Streifen schneiden, ins Bratfett geben (eventuell nochmal etwas Öl/Butter hinzufügen) und mit Deckel aufgelegt anschwitzen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.

Nun Schupfnudeln wieder hinzufügen. Dann die Eier hinzugeben und einrühren. Das Ganze bei niedriger bis mittlerer Hitze etwas stocken lassen, dann gut umrühren. Nach Wunsch nochmal abschmecken.